Drei große Führungsgruppen und unzählige Einzelbesucher wollten am Regensburger Welterbetag am 07.06.2026 dem Gesandtenfriedhof auf den Grund gehen. Historiker und Dekanatsfundraiser Dr. Martin Weindl versuchte, alle Fragen der sehr interessierten Gäste zu beantworten: von der Entstehung des Friedhofs über die genaue Art der Bestattungen in gemauerten Grüften bis zum Fortgang der Generalsanierung. Im Zentrum von Weindls Führungen standen aber die "Menschen und Schicksale" auf dem Gesandtenfriedhof, von diplomatischen Triumphen bis zu bitteren Niederlagen, von glücklichen Ehen bis zu allzufrühem Tod. Die Führungen waren kostenlos. Erbetene Spenden dienen zur Finanzierung des Eigenanteils der Kirchengemeinde an dem 2,6 Millionen Euro teuren Vorhaben.
Den Führungen über den Gesandtenfriedhof voran ging ein Festakt der Stadt Regensburg: Schon seit 20 Jahren ist die Regensburger Altstadt mit Stadtamhof UNESCO-Weltkulturerbe. Die bundesweiten Eröffnungsfeier, u.a. mit der UNESCO-Welterbe-Kommission, fand im historischen Reichssaal im Alten Rathaus. Genau dort, wo von 1663 bis 1806 die Gesandten der deutschen Territorien und Botschafter aus ganz Europa zur Reichspolitik tagten und berieten. Die Menschen des Reichstags, die evangelischen Gesandten und ihre Frauen und Kinder liegen jedoch auf dem Gesandtenfriedhof an der Dreieinigkeitskirche!











