16.03.2026

Am 12. März 2026 besuchten die beiden regionalen Bundestagsabgeordneten Dr. Carolin Wagner MdB (SPD) und Peter Aumer MdB (CSU) zum wiederholten Mal den historischen Gesandtenfriedhof. Am 14. März waren der regionale Landtagsabgeordnete Tobias Gotthardt und Bezirksrätin Kerstin Radler (beide FW) zu Gast. Sie machten sich vor Ort ein Bild über die Verwendung der öffentlichen Fördergelder, die die 2,6 Millionen Euro teure Generalsanierung des historisch bedeutsamen Diplomatenfriedhof erst ermöglichen.

Wenige Tage zuvor hatte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags weiteren Bundesfördermittel in Höhe von 180.000 Euro für den vierten Bauabschnitt der Generalsanierung bewilligt. Mit dieser Summe überschreiten die bislang für den Gesandtenfriedhof bereitgestellten Bundesfördergelder erstmals die Marke von insgesamt einer Million Euro. Die Gelder stammen aus dem 14. Denkmalschutz-Sonderprogramm des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Aus dem Freistaat Bayern kommen weitere 200.000 Euro aus der jährlichen sogenannten „Fraktionsinitiative“. Die Fraktion der Freien Wähler hatte sich unter anderem den Gesandtenfriedhof ausgesucht, dessen Erhalt in diesem Jahr gefördert werden soll. Die ganz in der Nähe des Denkmals aufgewachsene Bezirksrätin Kerstin Radler hatte ihren Parteikollegen, den Landtagsabgeordneten Tobias Gotthardt MdL (FW), mitgenommen und die Schönheit und Bedeutung der Grabmäler vorgeführt.

Für den Bauherrn der Generalsanierung, die Evang.-Luth. Gesamtkirchengemeinde Regensburg im Auftrag der Kirchengemeinde Neupfarr- und Dreieinigkeitskirche, auf deren Gelände sich der Gesandtenfriedhof befindet, informierten Amtsleiterin Andrea Betz, Pfarrer Thomas Koschnitzke und Dekanats-Fundraiser Dr. Martin Weindl vor Ort über den Stand der bisherigen Arbeiten sowie über die geplanten Maßnahmen im nun beginnenden vierten Bauabschnitt. Die Kirchenvertreter dankten den Bundes- und Landtagsabgeordneten ausdrücklich für ihr Engagement. Durch ihre kontinuierliche Unterstützung habe die aufwändige Generalsanierung der Anlage über mehrere Bauabschnitte hinweg gesichert werden können.

Dr. Carolin Wagner MdB unterstrich die Bedeutung der langfristigen Förderung: „Besonders herausstreichen will ich die Kontinuität, mit welcher der Bund hier unterstützt. Bei der Sanierung des Gesandtenfriedhofes wurden bereits die ersten drei Bauabschnitte mit Bundesgeldern bedacht. Das ist ein entscheidender Beitrag zur Erhaltung dieser einzigartigen Anlage.“ Peter Aumer MdB wies auf die historische Bedeutung Regensburgs für die parlamentarische Tradition Deutschlands hin: „Auf den Schautafeln zur Geschichte des deutschen Parlamentarismus in der U-Bahn-Station Brandenburger Tor beginnt die Zeitreise in Regensburg am Immerwährenden Reichstag von 1663. Da ist eine Förderung des Bundes für den Originalschauplatz nur recht und billig.“

Architekt Michael Feil und Dr. Michael Schmidt, der Stellvertretende Amtsleiter Bau- und Kunstdenkmalpflege beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, erläuterten die nächsten Schritte: In Kürze würden die Grabplatten am Boden abgehoben und zur Restaurierung in die Steinwerkstätten gebracht. Die Bodenarchäologen sondieren danach den erstmals freiliegenden Erdboden des Friedhofs. „Das wird sicher sehr spannend“, erklärte Fundraiser Dr. Weindl, „weil dann zum ersten Mal überhaupt die Oberseiten der genmauerten Grabgewölbe zu sehen sein werden – und das für alle Gäste auf dem Friedhof. Denn wir werden wie bisher eine offene Baustelle haben, bei der man hinter Absperrbändern den Arbeitern über die Schultzer schauen kann.“ Dazu kommen an die 30 großteils kostenlose Veranstaltungen im Lauf des „Gesandtensommers 2026“ mit Führungen, Theater, Lesungen und Musik.