EBERHARD WOLFF VON TODENWARTH
Person
Wolff von und zur Todenwarth, Eberhard Reichsfreiherr
* 10./20.07.1614 in Aachen (Vater: Antonius Wolff von Todenwarth, * 05.06.1592, + 07.04.1641, Jurist (Studium in Jena und Gießen), 1612 als Syndicus und Rat in kurpfälzischen Diensten, 1615 Syndicus der Reichsstadt Straßburg, 1623 mit seinen 2 Brüdern von Kaiser Ferdinand II. in den erblichen Reichsritterstand erhoben. 1624 Geheimer Rat von Landgraf Ludwig V. von Hessen-Darmstadt, Amtmann zu Otzberg und Habitzheim. 1636 Kanzler und Statthalter in Marburg und Schmalkalden. 27.06.1637 Verleihung des erblichen Reichsfreiherrenstand durch Kaiser Ferdinand III. 1639 wurde er entmachtet und entlassen. Mutter: Katharina von Beeck, Stiefmutter: Sophie von Baumbach.)
∞ 05.02.1636 Heirat in Giessen mit Dorothe Elisabeth Schenkin von Schweinsberg (* 05.11.1619, + 02.01.1655 in Darmstadt), 5 Söhne, 1 Tochter: Die Söhne Anton Volprecht (* 08.03.1641, + 03.02.1707) und Johann Jakob (*18.01.1644 in Regensburg, ∞ 05.05.1666 Heirat mit Anna Elisabeth Schenkin von Schweinsberg, + 07.03.1726 in Darmstadt) erreichten das Erwachsenenalter
+ 11.07.1663 in Regensburg
begr. 16.07.1663
Berufliche Laufbahn
1627 mit einem Hauslehrer zum Paedagogium nach Marburg geschickt
1632 Studien in Marburg, Köln und Jena
1633 Reise durch Frankreich, Spanien, Niederlande, England und Ostfriesland, Rückkehr nach Giessen zu den Eltern
1634-35 Studien in Marburg
1636 Reise über Leipzig, Dresden, Prag nach Wien wegen Krankheit abgebrochen
1636-1639 Adeliger Rat im Dienst von Landgraf Georg von Hessen-Darmstadt
1639-1659 wegen Krankheit auf den Gütern um Darmstadt, dazu Reisen im Auftrag des Landgrafen und Gesandter zu Kreistagen und zur Reichskommission
1649 für Hessen-Darmstadt als Subdelegierter am Hof von Pfalz-Veldenz
1659 Evang. Reichshofrat in Wien
1663 wegen Krankheit auf der Rückreise nach Darmstadt in Regensburg mit knapp 49 Jahren gestorben
Onkel
Johann Jakob Wolff von Todenwarth
* 28.08.1585 in Speyer
1612 Geheimer Konsulent, später Syndicus der Reichsstadt Regensburg
1623 Hessen-Darmstädtischer Geheimrat, Ablehung einer Berufung in den Reichshofrat
51 mal Gesandter für und zum Kaiser und Reichsfürsten
1648 Gevollmächtigter Gesandter bei den Friedensverhandlungen in Münster für Regensburg, Hessen-Darmstadt und andere Reichsstände. Er unterzeichnete für die Reichsstadt Regensburg den Friedensvertrag.
+ 25.03.1657 in Regensburg
begr. auf dem Friedhof St. Peter (heute beim Hauptbahnhof)
Inschrift
Viri Illustri et Generosi / Domini Eberhardi Wolffen à Todtenwardt / Sacr(i) Caesar(ei) Majestas / Imperii Aulici Consilarii / meritissimi
natus XX Jul(ii) Anno MDCXIV
denat(us) XI eiusdem mens(is)
Anno MDCLXIII / mortale quod fuit / in spe hic situm est / Antonius Walprecht / Iohannes Iacobus Fratres / et Elisabetha Dorothea Schenckin / in Schweinsburg Filia /Parenti Suo Optimo / Monumentum hoc Maesti / F(aci) C(uraverunt)
Übersetzung
Das, was von dem hochwohlgeborenen und hochedlen Mann Herrn Eberhard Wolff von Todtenwardt, dem hoch verdienten Reichshofrat seiner Heiligen Kaiserlichen Majestät, geboren am 29. Juli im Jahr 1614, gestorben am 11. des gleichen Monats 1663, sterblich war, ist hier in Hoffnung beigesetzt. Die Brüder Anton Walprecht und Johannes Jakob und Elisabeth Dorothea, geborene Schenckin von Schweinsburg, ließen ihrem besten Vater traurig dieses Denkmal erstellen.
Quelle
Albrecht Klose, Klaus-Peter Rueß, Die Grabinschriften auf dem Gesandtenfriedhof in Regensburg (Regensburger Studien 22), hg. vom Archiv der Stadt Regensburg, Regensburg 2015, ISBN 978-3-943222-13-5
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