JOHANN CHRISTOPH VON LIMBACH
Person
* 20. 10./11. 1644
1. Ehefrau: Catharina Barbara Mugenius, 2. Kinder
2. Ehefrau: Anna Sophia Breithaupt v. Gosperoda (* 08.10.1655, + 02.05.1713 in Regensburg, begr. 06.05.1713), 5 Kinder
+ 09.03.1710 in Regensburg
begr. 14.03.1710
Chur-Braunschweig-Lüneburgischer Geheimer Legationsrat, 1694 Reichsfreiherr
Berufliche Laufbahn
1669 Promotion mit einer Disputation über „De forensibus pro gradu“ in Gießen
1685/1686 für Braunschweig-Lüneburg-Calenburg (Hannover) Gesandter in besonderer Mission zum Kurfürstentum Pfalz wegen der Erbschaft der raugräflichen Kinder
15.05.1690-02./12.10.1693 Gesandter zum Kaiser in Wien wegen der neunten Kurwürde für den Herzog von Braunschweig/Hannover
Tätigkeit beim Reichstag
1693-1708 für Braunschweig-Lüneburg-Calenberg als Gesandter
1708-1710 für Kur-Braunschweig als Gesandter
Inschrift
Requiescit in hoc Tumulo / Johannes Christoph / Liber Baro de Limbach / Serenissimo ac Potentissimo / Principi Electori / Brunsvico Luneburgensi / Consiliis Legationis intimis / eiusdemq(ue) Ad Comitia Imperii universalia Ratisbona / Legatus et Plenipotentiarius / Johanne Limbach / Serenissimi Principis Saxogothanae / Praefecto Supremo in Schwarzwald / et Gravenroda / Matre / Anna Margaretha Hesleria / Gothae / D(ie) XX Octob(ris) A(nno) O(rbis) R(edempti) MDCXLIV / natus / qui / dum ex duplici Coniugio / altero cum / Catharina Barbara / Johannis Caroli Mugenii / Doctoris et Procuratoris in Consilio / Caesareo Cameralis Spira / Plurimumq(ue) Principum et Statuum Imperii / Consiliarii / Filiam primam / Mariam Christianam / coelitus datam coelitus redditam / et Superstitem / Ferdinandum Ernestum / altero cum / Anna Sophia / Johannis Breithaupt a Cosperoda / Serenissimi Principis Saxogothanae / Aula et Camerae / Consiliarii / Filia ultima / Prognata Gothae / D(ie) VIII octob(ris) MDCLV.
denata Ratisbonae / D(ie) II Maii MDCCXII / aetat(e) LVIII.
D(ie) XXIX Mart(ii) A(nno) N(ativitatis) C(hristi) MDCLXXIX / initio Wlhelmam Sophiam cito ereptam / Ludovicam Dorotheam / Ludolphum Johannem / Christianam Sophiam / Albertum Philippum / Ea qua vivum coluerunt pietate / amissum deflentes / Susceperat / IX Mart(ii) V. A(cri) Morbi die / A(nno) C(hristiano) MDCCX denatus / Mortalitati Suae quietis sedem / hic legit.
Übersetzung
In diesem Grab ruht Johannes Christoph Freiherr von Limbach, (bei) dem Durchlauchtigsten und Mächtigsten Kurfürsten von Braunschweig-Lüneburg geheimer Legationsrat und desgleichen Bevollmächtigter Gesandter zum allumfassenden Reichstag in Regensburg; von Johann Limbach, des Durchlauchtigsten Fürsten von Sachsen-Gotha Oberamtmann in Schwarzwald und Gravenroda und von der Mutter Anna Margaretha Hesler in Gotha am 20. Oktober (im Jahr) seit der Rettung der Welt 1644 geboren, der während einer doppelten Ehe aus der einen mit Catharina Barbara, (Tochter) des Johannes Karl Mugenius, Doktors und Prokurators beim Kaiserlichen Kammergericht in Speyer und Ratgeber der meisten Fürsten und Staaten des Reichs, die erste Tochter Maria Christiana hatte, vom Himmel gegeben, dem Himmel zurückgegeben, sowie den überlebenden Ferdinand Ernst; aus der anderen (Ehe) mit Anna Sophia, der jüngsten Tochter des Johannes Breithaupt von Cosperoda, des Durchlauchtigsten Fürsten von Sachsen-Gotha Hofrat und Kammerherr, geboren am 8. Oktober 1655, gestorben in Regensburg am 2. Mai 1713 im Alter von 58 Jahren, der am 29. März im Jahr seit der Geburt Christi 1579 zuerst Wilhelma Sophia, die schnell Entrissene, empfangen hatte, dann Ludovica Dorothea, Ludolph Johannes, Christiana Sophia, Albert Philipp, die mit dem frommen Gefühl, mit dem sie die Lebenden verehrt haben, den Verlorenen beweinen. Am 9. März, am 5. Tage der hitzigen Krankheit, im Jahr Christi 1710 gestorben, hat er für seine Sterblichkeit den Platz der Ruhe hier ausgesucht.
Quelle
Albrecht Klose, Klaus-Peter Rueß, Die Grabinschriften auf dem Gesandtenfriedhof in Regensburg (Regensburger Studien 22), hg. vom Archiv der Stadt Regensburg, Regensburg 2015, ISBN 978-3-943222-13-5


