Heinrich Richard von Hagen (1656-1729) Epitaph 2024
Heinrich Richard von Hagen (1656-1729) Epitaph 2023 mit Seelfrauen
Heinrich Richard von Hagen (1656-1729) Epitaph Wappen mit Engel
Heinrich Richard von Hagen (1656-1729) Epitaph 2024 Detail Wappenengel
Heinrich Richard von Hagen (1656-1729) Epitaph Zweitverwendung eines mittelalterlichen Grabsteins
Heinrich Richard von Hagen (1656-1729) Epitaph Restaurierung 2024
Heinrich Richard von Hagen (1656-1729) Epitaph Trauernde links
Heinrich Richard von Hagen (1656-1729) Epitaph Trauernde rechts 1953
Heinrich Richard von Hagen (1656-1729) Epitaph Restaurierung 2024
Heinrich Richard von Hagen (1656-1729) Epitaph 2025 Inschrifttafel

HEINRICH RICHARD VON HAGEN

Person

Hagen, Heinrich Richard Reichsfreiherr von
* 1656 in Halberstadt oder Braunschweig
∞ 1) 1655 mit Lucia Schrader (1633-1657), 2) 1660 mit Catharina Elisabeth Fromhold, Tochter des Kur-Brandenburgischen Gemeinen Rats Johann Fromhold (ca. 1642-1685)
+ 09.12.1729 in Regensburg
begr. 14.12.1729

Hochfürstlich Sachsen-Coburgischer Geheimer Ratspräsident, Geheimer Rat, 1696 Geheimer Kriegsrat und General-Kommissar der Hochfürstlich Sächsischen Häuser Ernestinischer Linie, Gevollmächtigter Gesandter für Sachsen-Altenburg, Sachsen-Coburg, Mecklenburg-Schwerin, Mecklenburg-Güstrow und Hessen-Darmstadt, ca. 1683 Fürstlich Quedlinburgischer Rat, ca. 1685 Markgräflich Brandenburg-Kulmbachischer Hofrat, 1695 Fürstlich Sachsen-Gothaischer und Coburgischer Geheimrat, 29.03.1688 Erneuerung des Reichsfreiherren-Standes

Wohnung: beim Baron von Erlbeck auf der Heyd (Haidplatz 8 / Thon-Dittmer-Palais)

 

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Berufliche Laufbahn

1676 Studium in Helmstedt
Ca. 1683 im Dienst der Reichsabtei Quedlinburg
Ca. 1684 aus Sachsen-Quedlinburgischen Diensten berufen als Hofrat und Hofmeister des Erbprinzen nach Bayreuth
Ca. 1684 Geheimer Rat und Präsident des Geheimen Rats in Bayreuth
1695 nach Ablehnung anderer Angebote berufen als Präsident des Geheimen Rats nach Coburg
1696 nach Gotha berufen als Fürstlicher Geheimer Rat und Geheimer Kriegsrat und General-Kriegskommissar des Sachsen-Gothaischen und Sachsen-Weimarischen Kriegswesens
1696 als Gesandter nach Preußen für Braunschweig-Lüneburg-Wolfenbüttel und zum Fürstentag in Frankfurt
1697 als Gesandter zu den Friedensverhandlungen nach Rijswijk/Niederlande

Tätigkeit beim Reichstag

1698-1729 für Sachsen-Gotha als bevollmächtigter Gesandter
1698-1729 für Sachsen-Coburg als Gesandter
1698-1729 für Sachsen-Altenburg und Sachsen-Saalfeld als Gesandter
1708-1729 für Hessen-Darmstadt als Gesandter
1708, 1714/15 für Mecklenburg-Güstrow Gesandter ad interim
1708, 1714-1720 für Hessen-Kassel Gesandter ad interim
1708, 1714-1729 für Mecklenburg-Schwerin Gesandter ad interim
1714-20 für Schaumburg-Lippe Gesandter ad interim
1714 für Ostfriesland als Gesandter
1728 für Sachsen-Eisenach Gesandter ad interim

Inschrift

Immortali gloriae / Ad quam divina evectus virtute / Natalium splendorem mire auxit / Perillustris ac Generossisimus Dominus / Henricus Richardus L(iber) B(aro) de Hagen / Iuventutis primo / Seren(issimi) Principis Haer(editaii) Post March(ionis) Brandenb(urgensis) / Georgii Gvilielmi / Moderator per XI annos dexterrimus / Consilii dein Sanctioris Baruth(iensis) Praeses / ideq(ue) / à Serenissimo Duce Saxonico / Alberto / ad parem dignitatem Coburgum evocatus / Eiusdem A(nno) MDCXCVII ad Pacis Rysvvic(ensis) negotium / et hoc finito felciter / Coniunctim Sereniss(imis) Ernestinae stirpis Ducibus / à Consiliis intimis et bellicis / Horumque ad S(acri) R(omani) I(mperii) Comitia Ratispon(ensia) / ornamenti peculiaris laude Splen[di]dissimus / per XXX annos Legatus / Hasso Darmst(adiensis) simul Megalop(olitanus) et Rel(iquorum) Suffragior(um) / Curator ibidem strenuus et / providus / Gravitate prudentia usu, et fide singulari / Deo Principibus et bonis omnibus / Probatissimus / A(nno) MDCCXXIX d(ie) IX. decembr(is) hor(a) XI noct(is) / annos natus LXXIII menses VII dies IX / Apoplexia coelebs coelo redditus optime meritum hoc monumentum / consecrat / Germani Fratris Progenies

Übersetzung

Dem unsterblichem Ruhm, zu dem empor getragen er durch göttliche Tugend den Glanz der Familie wunderbar vermehrt hat, der hochwohlgeborene und hochedle Heinrich Richard Freiherr von Hagen, der zuerst für die Jugend des Durchlauchtigsten Erbprinzen danach Markgrafen von Brandenburg Georg Wilhelm ein überaus geschickter Hofmeister war, der danach während 12 Jahren der Vorsitzende des Geheimen Rats von Bayreuth war und von dort vom Durchlauchtigsten Herzog von Sachsen Albert zur gleichen Würde nach Coburg berufen wurde, der desgleichen im Jahr 1697 zu den Friedensverhandlngen von Rijswijk und, nachdem das glücklich beendet war, gemeinsam für die Durchlauchtigsten Herzöge der Ernestinischen Linie Geheimrat und Kriegsrat und deren hochansehnlicher Gesandter beim Reichstag des Heiligen Römischen Reichs in Regensburg mit dem Lob besonderer Auszeichnung während 30 Jahren (war), der als Vertreter von Hessen-Darmstadt und zugleich des Herzogtums Mecklenburg und weiterer Stimmrechte ebendort tüchtig und umsichtig, durch Würde, Klugheit, Nutzen und besonderer Treue bei Gott, den Fürsten und allen Guten hoch bewährt war, (der) ist im Jahr 1729 am 9. Dezember zur 11. Stunde der Nacht, nachdem er 73 Jahre, 7 Monate 9 Tage gelebt hat, durch einen Schlaganfall unverheiratet dem Himmel zurückgegeben worden. Das hoch verdiente Grabmal widmet die Nachkommenschaft des leiblichen Bruders.

Quellen

Albrecht Klose, Klaus-Peter Rueß, Die Grabinschriften auf dem Gesandtenfriedhof in Regensburg (Regensburger Studien 22), hg. vom Archiv der Stadt Regensburg, Regensburg 2015, ISBN 978-3-943222-13-5

„Heinrich Richard von Hagen“, in: Wikipedia