JOACHIM LUDWIG VON SCHWARZENAU
Person
Schwarzenau, Joachim Ludwig Strein Freiherr von
* 26.08.1713 Darmstadt
∞ 20.08.1750 Heirat in Heimsheim mit Eberhardine von der Streithorst (+1805)
+ 16.16.1787 in Regensburg
begr. 20.12.1787
Ehefrau
Streithorst, Eberhardine Juliane (Henriette) Wilhelmine von der
* 29.08.1726, einzige Tochter ihrer Eltern Friedrich Hermann von der Streithorst (1680-1735), Württembergischer Oberst und Obervogt zu Heidenheim, Generalmajor in Diensten des Schwäbischen Kreises, und der Dorothea Auguste Eleonore von Zabeltitz
1749 Hofdame der verwitweten Herzogin Maria Augusta von Württemberg
Erbin eines württembergischen Weiber (bzw. Kunkel-) und eines Kammer-Lehens von jährlich 600 Gulden Rendite
23.05.1749, Verlobung in Stuttgart mit Joachim Ludwig von Schwarzenau (1713-1787)
∞ 20.08.1750 Heirat in Heimsheim
† 26.2.1805 in Regensburg (Letzte Bestattung auf dem Gesandtenfriedhof in der Gruft ihres Ehemanns)
Wohnungen: Harrerische-Behausung gegenüber dem Roten Hahn, Gumpelzhaimerische Behausung am Sachsen-Gäßl (ehem. Zandthaus/Schnupftabakfabrik = Gesandtenstraße 5)
Berufliche Laufbahn
1730-1736 Jura in Giessen und Jena
1736 beim Reichskammergericht in Wetzlar
1737 Reise durch Frankreich
1739 Markgräflich Brandenburg-Onolzbachischer Justizrat
1739 Wirklicher Hof- und Regierungsrat
1740 Hessen-Darmstädtischer Wirklicher Geheimer Legationsrat
1744 Geheimer Appellations- und Regierungsrat
1762 Markgräflich Badischer Geheimrat und Wirklicher Minister
1763 Königlich-Preußischer Geheimer Kriegsrat und Bevollmächtigter Minister am Reichstag
1787 Preußischer Staatsminister
Tätigkeit beim Reichstag
1740-1756, 1766-1772 für Hessen-Darmstadt als Gesandter
1744-1787 für Baden-Durlach als Gesandter
1753-1755, 1761-1763 für Holstein-Gottorp als substituierter Gesandter
1755 für Hessen-Kassel als substituierter Gesandter
1756 für Brandenburg-Bayreuth als Komitialgesandter
1756 für Pfalz-Zweibrücken und Württemberg als substituierter Gesandter
1756 wurde Schwarzenau wegen unverhüllter Parteinahme für Preußen das Votum für Hessen-Darmstadt, Sachsen-Weimar und Holstein-Gottorp entzogen. Er blieb aber in hessischen Diensten mit einem Gehalt von 2.000 Talern. Die Stimme von Hessen-Darmstadt war bis auf weiteres suspendiert.
1759 für Hessen-Kassel und Mecklenburg-Strelitz als substituierter Gesandter
1761 für Preußen als substituierter Gesandter
1764 Bei der Wahl Josephs II. zum römischen Kaiser vertrat Schwarzenau die Reichsstände Baden-Durlach, Sachsen-Gotha, -Weimar, -Coburg und -Hildburghausen sowie Brandenburg-Ansbach, Braunschweig-Wolfenbüttel, Mecklenburg-Strelitz und Nassau-Oranien.
1765-1766 für Braunschweig-Wolfenbüttel als Gesandter ad interim
1766-1768 für Mecklenburg-Strelitz als substituierter Gesandter
1766-1768, 1772-1776 für Hessen-Kassel als substituierter Gesandter
1766-1787 für Preußen als substituierter Gesandter
1767-1769 für Brandenburg-Kulmbach (Bayreuth)
1767-1768, 1772 für Nassau-Dietz-Oranien als substituierter Gesandter
1767-1771 für Kur-Sachsen mit Votum für Henneberg als substituierter Gesandter
1769-1773 für Sachsen-Hildburghausen mit Votum für Henneberg
1770-1773 für Sachsen-Hildburghausen
1771-1787 für Baden-Baden als Gesandter
1772 für Holstein-Gottorp als substituierter Gesandter
1779-1787 für Nassau-Usingen als Korrespondent
Inschrift
Hier ruhen die Gebeine / Des Hochwohlgebohrnen Herrn Joachim Ludwig / Freiherrn von Schwarzenau / Seiner Königlich Preußischen Majestaet und Chur / fürstlichen Durchlaucht zu Brandenburg würklicher / Geheimer Kriegs und Staats Ministre, auch / Allerhöchst Dero und mehrerer Hochfürstlichen / Häußer Bevollomächtigter Gesandter bey allhiesiger / reichs Versammlung. / Er war gebohren den 26. Aug. A. 1713 zu Darmstadt / Vermählt mit der / Freyfräulein Eberhardine von der Streithorst, / zeugte 13 Kinder wovon ihm 6 überlebten / und / starb den guten Tod eines Christen allhier 16ten Decembris 1787 / Viele Ehre erwarben Ihn treue 47 jährige Dienste, / Viele Thränen flossen über die Trennung einer 39 jährigen / vergnügten Ehe. / Viele Seufzer kostete sein Verlust der Verwandtschaft / und / Die gerechte Nachwelt schätzt sein Andencken Hoch
Quellen
Albrecht Klose, Klaus-Peter Rueß, Die Grabinschriften auf dem Gesandtenfriedhof in Regensburg (Regensburger Studien 22), hg. vom Archiv der Stadt Regensburg, Regensburg 2015, ISBN 978-3-943222-13-5
„Joachim Ludwig von Schwartzenau“, in: Wikipedia







